Autor: Ines Udelnow
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Ich im Badezimmerspiegel
Susanne Haun hat dazu aufgerufen, alle Eitelkeit fahren zu lassen und ihre Leserinnen und Leser zu 1-Minuten-Selbstportraits im Badezimmerspiegel aufgerufen. Hier der Link zu ihrem Artikel. Ich habe das gerne aufgegriffen. Allerdings habe ich mir fünf Minuten gegönnt, was aber bei meinem eher gemächlichen Zeichenstil etwa auf das gleiche herauskommt. Ich stimme Susanne vollkommen…
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„Unkraut“ am Straßenrand
Auf und an den Fußwegen meiner Straße wird – zur Freude vieler, aber sicher auch zum Groll der Ordnungsfetischisten – der Natur ihren Lauf gelassen. Wo sich zwischen Pflastersteinen und Beton tatsächlich ein Pflänzlein ansiedeln konnte, darf es auch bleiben. Zudem stellen immer mehr Nachbarn Blumenkübel auf die Straße und bepflanzen die tristen und verkoteten Baumscheiben. Dazu…
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Was würde ich dafür geben …

… den Geschichten lauschen zu können, die uns Bäume berichten können. Manche sind mehrere hundert Jahre alt. Sogar in Berlin gibt es eine alte Eiche, deren Alter auf etwa 900 Jahre geschätzt wird. Neunhundert Jahre! Was so mancher alte Baum alles gesehen haben mag! Dürren, Kriege, Hungersnöte. Philosophische Dispute, Zerwürfnisse und Streit. Liebesschwüre und Hochzeiten, Freundschaften und…
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Aus meinem Skizzenbuch 13: Rapunzel
Inspiriert vom Ausblick am Wasserturm im Prenzlauer Berg entstand gestern diese Zeichnung. Eine detailstimmige Architekturstudie ist es nicht – dafür hätte ich einerseits Maß nehmen müssen, wozu ich in der Öffentlichkeit dann doch keine Lust hatte, vor allem aber mindestens eine Vorzeichnung mit dem Bleistift erstellen, um falsche gezogene Linien zu korrigieren. Statt…
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Punktes Schwester
Gestern sah ich die kleine Schwester von Punkt aus meiner entstehenden Bildgeschichte. Ihren Namen hat sie mir nicht verraten, blieb aber geduldig sitzen, bis ich die Kamera eingestellt hatte, um ein Foto von ihr zu machen.
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Jeder stirbt für sich allein
Dieser Buchtitel von Fallada spukte mir beim Kritzeln unaufhörlich im Kopf herum. Seit Tagen schaue ich den beiden Tulpen auf meinem Fensterbrett beim Welken zu. Während die eine bereits vollkommen verhutzelt ist, strengt sich die zweite noch mächtig an, ihre Blütenblätter gen Himmel zu recken.
