Ölgemälde: Schaf

 

Vor einigen Tagen habe ich hier bereits das noch nicht ganz finale Ölgemälde, das ich meiner Jüngsten zum Geburtstag zugedacht hatte, gezeigt.

Inzwischen ist es (oberflächlich) getrocknet, gerahmt und übergeben und fand bei der Beschenkten sichtbar Gefallen.

 

Als ich mir nach dem Malen des Bildes vornahm, selbst einen Rahmen dafür zu bauen, hatte ich geahnt, dass es nicht ganz einfach werden würde. Schließlich war es der erste Rahmen, den ich baute.

Ich hätte es mir auch erheblich einfacher machen können, nämlich spezielles Rahmenholz mit passenden Einkerbungen und Abschrägungen im Baumarkt zu kaufen, aber da ich es nicht ganz so übbig habe, beschloss ich, für das gesparte Geld lieber ein Buch mehr auf den Gabentisch zu legen und statt dessen eine breite Holzleiste, die bei mir noch in der Ecke stand, zu zersägen und die Kanten mit Hobel und Feile entsprechend selbst zu bearbeiten.

Als ich da schwitzend mit der Säge auf dem Küchenboden hockte und es erst nach mehreren Anläufen schaffte, acht Schrägen im exakten 45 Grad-Winkel zu sägen , damit die Holzteile am Ende auch wirklich zusammenpassten (weswegen der Rahmen auch kleiner wurde als ursprünglich geplant), kamen mir äußerst unangenehme Erinnerungen an den Werkunterricht in der Schule, den ich schon allen deswegen hasste, weil mir die Werklehrer – ältere schmierige Herren – so überaus unangenehm waren und der Unterricht meist in irgendwelchen Schulkellern stattfand. Mag sein, die Erinnerung spielt mir auch einen Streich; ich weiß es nicht.

 

Wie dem auch sei, nach vielen Stunden Arbeit für ein nicht ganz perfektes, dafür aber sehr individuelles Werkstück, habe ich das Bild nach draußen auf die Wiese getragen, einen Baum mit einem kleinen Ast gefunden, an den ich das Bild hängen und im Tageslicht fotografieren konnte. Eine Art und Weise der Bildpräsentation, die mir übrigens gut gefallen hat.

 

Autor: Leinwandartistin

Im Umbruch. Mit Pinsel, Zeichenstift und Fotoapparat auf der Suche nach mir selbst und einem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

11 thoughts

  1. Ja, das sieht toll aus dort draußen am Baum! Paßt hervorragend. Ein schönes Bild ist das geworden. Da hat sich deine Tochter bestimmt sehr gefreut! Wow, einen Rahmen bauen. Sieht ja auf den ersten Blick gar nicht sooo schwierig aus, aber ich glaube, der Eindruck täuscht. Diese Schrägen, daß die dann alle passen, puh – Hut ab! Das ist bestimmt frickelig!! Sehr schön alles. Außerdem finde ich es toll, daß du so viel selber machst. Gabs bei uns zu Hause früher auch vielfach. Das ist viel persönlicher :-)

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    1. Ja, selbst gemachtes finde ich auch viel schöner :-) und die Freude war und ist sehr groß. Ich bekam für den nächsten Geburtstag gleich noch ein Ölgemälde-Schaf „in Auftrag“ *grins*
      Aus den Fehlern beim ersten Rahmen habe ich hoffentlich für den zweiten viel gelernt, dass es ich weniger Fehler mache und dabei insgesamt dann auch nicht mehr ganz so viel Arbeit werde haben. Aber zunächst heißt es, mich an das neue Gemälde zu machen :-)
      Liebe Grüße zu Dir
      Ines

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