Rotwangen-Schmuckschildkröten. Ein letztes Sonnenbad

Rotwangen-Schmuckschildkröten, die sich in den Gewässern im Großen Tiergarten sonnen, gehören in den warmen Monaten schon seit Jahren zum gewohnten Parkbild. Urspünglich kommt diese Art aus Nordamerika. Vermutlich wurden die Tiere im Tiergarten (wie auch in anderen Parks) von Terrarienbesitzer*innen ausgesetzt, die aus welchen Gründen auch immer der Pflege ihrer Tiere, die immerhin bis zu vierzig Jahre alt werden, überdrüssig waren.

In der kalten Jahreszeit überwintern die Schildkröten im Schlamm, doch diese beiden Tiere nutzten Anfang November noch einmal die untypisch warmen Herbsttemperaturen zu einem Sonnenbad. Und das zu meiner Freude auch noch auf einem Baumstamm recht nahe am Ufer, von dem aus ich sie gut fotografieren konnte. Die Gelegenheit zu ein paar Aufnahmen ließ ich mir nicht entgehen. Die Schildkröten schienen sich daran auch nicht zu stören.

Autor: Leinwandartistin

Im Umbruch. Mit Pinsel, Zeichenstift und Fotoapparat auf der Suche nach mir selbst und einem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

17 thoughts

  1. Tolle Fotos. Ich werde ganz wehmütig, meine „Schröte“ ist im Juni leider verstorben.
    Die Art kommt hier tatsächlich relativ gut klar, allerdings macht das unbeständige Wetter im Frühjahr und im Herbst auf Dauer vermutlich Probleme- dort wo sie herkommen, sind die Temperaturen zwar im Jahresmittel ähnlich, aber die Wetterlagen insgesamt beständiger.
    Inzwischen gilt die Art als invasiv und darf nicht mehr gehalten oder gezüchtet werden, nur vorhandene Tiere haben Bestandsschutz. Liebe Grüße

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    1. Soweit ich gelesen habe, stellen die Schildkröten kein besonderes Problem dar, weil sie, wie ich vor einiger Zeit mal in der Berliner Zeitung gelesen hatte, in die „Lücke springen“, die die europäische Sumpfschildkröte gelassen hat, die bis vor etwa 80 Jahren in den hiesigen Gewässern lebte. Leider kann ich den besagten Artikel nicht mehr finden.
      Liebe Grüße
      Ines

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      1. Leider nicht ganz richtig, denn die Art gilt als invasiv und ist inzwischen aus diesem Grund für die Heimtierhaltung in der EU untersagt. Schmuckschildkröten sind deutlich gefräßiger und aggressiver als die hier heimische Europäische Sumpfschildkröte – somit würden sie diese vermutlich verdrängen – allerdings hat der Mensch das zuvor schon geschafft. Im Mittelalter galt die Schildkröte nicht als Fleisch, da sie im Wasser lebt und war daher eine beliebte Speise an Karfreitag.

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      2. Ach, interessant, danke für die Information! Ich glaube gelesen zu haben, dass die Europäische Sumpfschildkröten in Berlin schon vor Jahrzehnten ausgestorben ist und sie insofern in den hiesigen Gewässern gar nicht mehr von der Rotwangen-Schmuckschildkröte verdrängt werden kann. Wie auch immer, Tiere in der Wildnis auszusetzen, ist ein NoGo. Und wenn das sonst nicht gewährleistet werden kann, dann ist das Verbot der Heimtierhaltung wohl eine folgerichtige Konsequenz.
        Liebe Grüße

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      3. Ja, richtig, in Deutschland gibt es glaube ich nur noch ein paar wenige Gebiete, in denen es Sumpfschildkröten gibt – eins davon im Land Brandenburg, also gar nicht soweit weg von Berlin.
        Tiere aussetzen ist ein NoGo, ganz unabhängig vom Tier. Bei Schildkröten liegt es aber oftmals an der wirklich schlechten Beratung im Zoofachhandel. Das Verbot beschränkt sich nur auf die nordamerikanischen Unterarten der Trachemys Schmuckschildkröten – es gibt noch andere nordamerikanische Schmuckschildkröten, mit denen es in ein Paar Jahren ähnlich werden wird, wenn der Zoohandel diese jetzt als Ersatz verkauft. Liebe Grüße :)

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