Parkgeskizzel am Sonntag

In der letzten Zeit war ich draußen meist mit Fotoapparat unterwegs. Heute mal nur mit dem Zeichenheft, Bleistift und blauem Kuli. Draußen war es ausnahmsweise mal warm und sonnig, der Falkplatz voll, aber dennoch unser Lieblingsplatz frei – zwischen Eiche und Ahorn, die sich nun im Mai langsam belauben.

In Guck- und Hörweite ein Musiktrio mit Violine, Banjo und Gitarre, die nach einer Weile auch die Instrumente tauschten; insbesondere die Banjo- und Violinenspielerin mit Hut war ein Zeichenobjekt, dem ich nicht widerstehen konnte. Links neben uns saß ebenfalls eine Zeichnerin. Ich war zu schüchtern, sie anzusprechen und scheinbar ging es ihr ebenso; wir haben uns nur fast unmerklich zugenickt als sie aufstand und ging.

Es dauerte ein Weile, bis ich meine innere Kritikerin, die mäkelig auf meine Zeichenhand schaute, auf einen Kaffee um die Ecke schicken konnte und fluffig ins Draufloszeichnen fand; bin es gar nicht mehr richtig gewohnt. Aber wenn nun der Sommer wirklich kommt und auch eine Weile bleibt, stellt sich vielleicht auch wieder ein bisschen Routine ein.

Autor: Leinwandartistin

Im Umbruch. Mit Pinsel, Zeichenstift und Fotoapparat auf der Suche nach mir selbst und einem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

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