Zeichnung. Die Januartulpe

EN translation below

Zu Schnittblumen im Allgemeinen und Frühlingsblumen im Winter im Besonderen habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Blumen sind schön, keine Frage, und sie können trübsinnige Gemüter erheitern – vor allem jetzt im grauem Winter. Doch da gibt es noch den Aspekt des Klimaschutzes (Gewächshäuser, Pestide, Transportwege), den ich gedanklich nicht ausblenden kann. Und dann denke ich auch immer ein wenig an den Tod, wenn ich sie so in der Vase stehen sehe, nur noch ihre Köpfe, abgekappt, getrennnt von ihren Wurzeln.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann traute ich mich als Kind eine Zeitlang keine abgeschnittenen Blumen anfassen. Wir hatten damals einen Garten und – vielleicht hatte ich die Blumen sogar selbst geschnitten, vielleicht auch nicht – jedenfalls glaubte ich in den frisch durchtrennten Stängeln noch Leben zu spüren und ließ die Blumen voller Schreck fallen. Wann sich diese Angst gelegt hat, weiß ich nicht. Vielleicht ist sie nie ganz verschwunden. Ein ganz klein wenig Skepsis ist geblieben, auch heute noch, wenn ich im elterlichen Garten mit der Schere hantiere.

Im Offenen Atelier gestern standen drei Tulpen auf dem Tisch und – wo sie nun schon da waren und auch so wunderschön, wollte ich sie natürlich entsprechend würdigen und es entstand unten gezeigte Zeichnung – Fineliner und Pastellstifte auf A4-Papier.

Klick aufs Bild öffnet Ansicht im Großformat . Click on the image to open large view . Нажмите на изображение, чтобы открыть большой просмотр

Die Januartuple, Fineliner und Pastellstifte auf Papier, Format A4. © Ines Udelnow 2023

I have a split relationship with cut flowers in general and spring flowers in winter in particular. Flowers are beautiful, no argument, and they can cheer up gloomy minds – especially now in the greyness of winter. But then there is the aspect of climate protection (greenhouses, pesticides, transport routes) that I can’t block out mentally. And I also always think a little about death when I see them standing in the vase, just their heads, cut off, separated from their roots.

If I remember correctly, as a child I didn’t dare touch cut flowers for a while. We had a garden then and – maybe I had even cut the flowers myself, maybe not – in any case I thought I could still feel life in the freshly severed stems and dropped the flowers in a fright. When this fear subsided, I don’t know. Perhaps it never completely disappeared. A tiny bit of scepticism has remained, even today when I handle the scissors in my parents‘ garden.

In the Offenes Atelier (ergotherapy) yesterday, there stood three tulips on the table and – since they were already there and also so beautiful – I naturally wanted to honour them accordingly and the drawing shown above was created – fineliner and pastel pencils on A4 paper.

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

.

.

.

Stand with Ukraine!

Autor: Ines Udelnow

Portraitzeichnungen, Zeichnungen aus der Natur und Naturfotografie

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..