Autor: Ines Udelnow
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Für f,
Der meine Klinikallüren erträgt und gerade wieder dafür gesorgt hat, dass mein online-I-Pad Guthaben aufgeladen wurde.
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Freitag, endlich! Behördentrauerspiele
Eine Kliniktherapiewoche ist herum, die für mich aus verschiedenen Gründen für mich besonders schwer war. Ich kann nicht so ganz in Detail gehen, nur kurz zusammengefasst: neben der Depression und der Angst begleiten mich auch schon seit langem Schmerzen. Ich habe den Verdacht, dass die Stimme der Depression für mein Gespür oft zu leise ist…
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Portraits 3
Wieder ein älteres Bild aus dem Portraitzeichenkurs. Ich habe letztes Wochenende begonnen, eine Mitpatientin zu zeichnen. Schwierig, hier unter diesen Bedingungen zu porträtieren und außerdem erfordert es schon eine ganze Menge Mut und Kommunikationsbereitschaft. Mal sehen, ob ich es morgen Vormittag, wenn es auf Station eher ruhig ist, schaffe, weiterzuzeichnen.
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Fortschreiten, immer voran
Müde bin ich immer noch. Zweifle gerade wieder an Sinn und Erfolg der Krankenhaustherapie. Gerade weil es zur Zeit gefühlt langsam voran geht, um nicht sogar von Rückschritten zu sprechen. Heute hat mich wieder dieses Sprachtrotzmonster befallen. Während des Achtsamkeitsspaziergangs mit der eigentlich sympathischen Ergotherapeutin sprang dieses Monster in mich hinein, errichtete eine Mauer um…
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Depressives Lesen
Wer depressive Phasen kennt, weiß, dass das Lesen oft nicht leicht fällt. Ich hatte auch vor einigen Tagen schon einmal über dieses Thema geschrieben. (Siehe hier: https://agnesblogsite.wordpress.com/2016/10/24/buecherwahnsinn/ Oft frage ich mich, ob in dem Roman, den ich in den Händen halte, jemand sterben muss oder womöglich eine schwere Depression hat oder Gewalt erfährt. Bücher mit…
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Rosa geht die Welt nicht unter
Als niedliches Gegengewicht muss Sternchen, unser Familieneinhorn her, das mir neulich wieder Modell gesessen hat.
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Hurra, diese Welt geht unter
Bei uns auf Station ist selten der Fernseher an, wenn überhaupt, dann abends. Meist sitzen dann aber Grüppchen von Kartenspielern zusammen und zocken statt zu glotzen. Heute war alles anders. Morgens um sieben lief bereits der Fernseher, alle starrten fassungslos auf den Bildschirm, schüttelten in trauter Eintracht die Köpfe. So viel harmonisches gemeinsames Entsetzen. Für…
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Der vierte Dienstag
Eine erneute Woche ist vorbei. War dies schon mein vierter Dienstag hier auf dieser Station? Allmählich habe ich das Zeitgefühl verloren. Natürlich geht es mir besser als am Anfang. Dennoch habe ich das Gefühl, noch tief tief drin im Sumpf zu stecken. Momentan fehlt es mir auch an Optimismus, um an Besserung zu glauben, fühle…
