Es ist nicht immer einfach, meine eigene Inspiration und die Wünsche und Weisungen des Kindes, das Anspruch auf das entstehende Mandala erhoben hatte, zu vereinbaren. Groß war eines Ferienmorgens die kindliche Enttäuschung darüber gewesen, dass sich die Zeichnung über Nacht farblich in eine ihr nicht genehme Richtung gewandelt hatte. Wie gut, dass ich noch einen guten Vorrat verschiedener Acrylfarben in der Schublade hatte, mit denen ich meinen Faux Pas deckend überpinsen konnte.
Ich bin zwar nicht vollkommen zufrieden mit dem Ergebnis – die Kombination aus Hellblau und Türkis behagt mir nicht so ganz -, doch meine jüngste Kunstkritikerin hat das Bild als gelungen abgenickt und froh ins Kinderzimmer getragen. Und das ist doch die Hauptsache.




