Kolkraben. Flugshow

Inzwischen habe ich bereits an mehreren Orten in Berlin Kolkraben beobachten können. Am Wahlsonntag flog einer über den Mauerpark mitten in der Stadt und nahm dann auf einer der hohen Lichtanlagen des Stadions Platz, wo ich ihn dann aus den Augen verlor.

Auch im Norden der Stadt, am Köppchensee und bei Lübars, konnte ich schon Kolkraben beobachten. Allerdings saßen sie dort so weit von mir entfernt, dass Fotoaufnahmen auch mit dem Teleobjektiv nicht sehr ansehnlich wurden.

Auch Spandau im Südwesten Berlins scheint ein guter Ort für die großen Raben zu sein. Als ich den Hahneberg hinauflief, konnte ich gleich eine Gruppe von vier Raben beobachten. Zwei von ihnen boten eine recht eindrucksvolle Flugshow dar.

Ich zitiere mich aus meinem eigenen Beitrag aus dem April, als ich im Tiergarten vier junge Kolkraben beobachten und fotografieren konnte:

„Kolkraben sind – im Gegensatz anderen kleineren Rabenarten (in Berlin um Umgebung vor allem die Nebelkrähen) – nicht allzu häufig zu beobachten. Im Mitteleuropa waren sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch massive Verfolgung durch den Menschen fast gänzlich verschwunden. Sie galten als Konkurrenz für Jäger und waren bei Tierzüchtern als Gefahr für ihre Jungtiere verhasst. Zudem hielt man sie mit ihren schwarzem Gefieder für Unglücksboten. Ihren negativen Ruf als Galgenvögel erhielten sie, weil sie sie als Alles- und Aasfresser auch in der Nähe von Sterbenden oder Toten aufhalten.

Heutzutage stehen die sehr klugen und sozialen Kolkraben unter besonderem Schutz des Naturschutzgesetzes und sie sind inzwischen wieder fast überall heimisch. Das heißt auch: dort, wo wir uns bemühen, können wir durchaus im Arten- und sicher auch im Klimaschutz etwas bewegen.

Wer mag, kann mal auf die Zahlen bei der Stunde der Wintervögel 2021 (>>KLICK<<) schauen. In Berlin wurden Anfang dieses Jahres immerhin 302 Kolkraben gezählt (-vergleiche: 1870 Rabenkrähen und 9885 Nebelkrähen). Der Nabu schätzte für das Jahr 2015 etwa 30 Brutpaare.“

Kolkraben sind etwa Mäusebussardgroß, ihr Gefieder ist tiefschwarz. In der Luft erkennt man sie gut an ihrem ausgekeilten Schwanz. Manchmal wird man auch durch ihr (im vergleich zu en Nebelkrähen viel dunkleres) Kra Kra auf sie aufmerksam.

Autor: Leinwandartistin

Im Umbruch. Mit Pinsel, Zeichenstift und Fotoapparat auf der Suche nach mir selbst und einem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

2 thoughts

    1. An den Rabenvögeln lässt sich immer gut erkennen, wo man sich geografisch befindet – in Leipzig im Sommer habe ich z.B. zwei Dohlen gesehen und ansonsten Rabenkrähen, aber bei weitem nicht so viele wie in Berlin.
      Mal sehen, ob irgendwann die eine oder andere Nebelkrähe mal eine Exkursion zu Euch macht.
      Liebe Grüße
      Ines

      Gefällt 1 Person

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