Kategorie: Depression
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Tagesklinik – ich und ich und ich
Nein, ich hätte nicht gedacht, dass die Zeit in der Tagesklinik einfach würde. Es war mir von Beginn an bewusst, dass diese Therapiezeit harte, kräftezehrende Schwerstarbeit werden würde. Der rationale Teil in mir, das theoretisch denkende, analysierende, abwägende und wissende Hirn, versteht das und wundert sich keineswegs, dass mich die Tagesklinik derart erschöpft, dass ich…
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Skillstraining
Bevor ich im Herbst in die Klinik kam, kannte ich den Begriff Skills aus den Sozialwissenschaften, aus Bewerbungsvorbereitungen und Kompetenzanalysen. Als ich dann in der Klinik von der Oberärztin eingeladen wurde, doch in ihre „Skillsgruppe“ zu kommen, klang das in meinen Ohren sehr geheimnisvoll und fast wie eine Wundermedizin. Die Realität ist profaner, wenn auch…
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Zeichnen als Antidepressionsskill
Ich habe, glaube ich, an anderer Stelle bereits beschrieben, dass einer meiner wichtigsten „Skills“ ist, lustige und niedliche Dinge zu zeichnen, wenn es in mir innerlich dunkel und düster aussieht. Da kam es mir gestern gerade recht, dass ich als kleine „Auftragsarbeit“ eine Nibbler-Plüschfigur zu zeichnen hatte. Zum Begriff „Skills“ in meinem späteren Beitrag mehr. …
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Kopfgeburt – Eine Einhornbildgeschichte
Statt tränenschwang`rer Worte, rührseligem Blick zurück und vorsatzvollem Zukunftsplanen eine kleine Endjahresbildgeschichte. Natürlich wünsche auch ich Euch das, was man sich so heute gegenseitig wünscht, und zwar aus ganzem Herzen. Einen lieben Gruß an Euch alle
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Achtsam sein
Mitten auf der grau-braunen feuchten trist wirkenden Wiese – ein Gänseblümchen, zart und schön. Es gibt sie noch, die kleinen bunten Blümchentupfer, auch jetzt, am Ende des Jahres. Aber oft nehmen wir uns nicht die Zeit, sie wahrzunehmen. Wie traurig – für uns!
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Speckstein
Diesen Speckstein bearbeite ich gerade in der Ergotherapie. Ich finde ihn wunderschön, habe dementsprechend Respekt und freudvolle Hochachtung vor ihm.
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Wieder Dienstag – und doch so anders
Zwischen den Jahren habe ich einen neuen Pfad auf meinem Therapieweg eingeschlagen. Nach einiger Zeit als Tagespatientin auf meiner alten Station bin ich seit heute Patientin in der Tagesklinik auf demselben Klinikgelände. Räumlich habe ich mich definitiv verschlechtert – aus den Fenstern der alten Station hatte man so einen herrlich weiten Blick. Ich habe die…
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Zu Hause
Geschafft: Ein weiterer Schritt ist nun also getan. Ich bin zu Hause, übernachte im eigenen Bett, mein Freund sitzt neben mir, eine meiner Katzen liegt zusammengerollt zu meinen Füßen. Morgen früh werde ich wieder zu meinen Therapien in die Klinik gehen und am Nachmittag dort noch zum Sport gehen (ja, dank meiner Zimmernachbarin T. habe…
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Rückblickend hinein in die Zukunft

Im der letzten Woche ist in mir und mit mir so unendlich viel vorgegangen, dass ich fast das Gefühl habe, ich sei heute ein anderer Mensch. Der Vorhang, der so lange um mich herum hing, ist gefallen und es gelingt mir immer besser, mit anderen Menschen zu sprechen – zumindest mit meinen Mitpatienten hier, die…
