Zeichnung. Kein Ort. Nirgends

Ich nehme an der Ausstellung crossart for future teil, über die Susanne Haun hier schon geschrieben hat und fertige derzeit verschiedene Skizzen und Zeichnungen zum Thema Klimawandel, Umweltschutz und Artensterben an. Manche Skizzen verwerfe ich, manche kommen in die engere Auswahl, ausstellungstauglich zu werden. Ich finde es schwierig, mich schlussendlich für eine Zeichnung für die Ausstellung zu entscheiden. Soll sie positiv sein und den Betrachter / die Betrachterin bestärken, sich zu engagieren? Sei sie mein dystopisches Zukunftsbild, eine Mahnung, was auf uns alle zukommen wird, wenn wir nicht endlich in die Puschen kommen? Hebe ich den Zeigefinger oder bleibe ich subtil?

Im Grunde genommen sind fast alle meine Zeichnungen und Fotos eine beständige Auseinandersetzung mit dem Thema, ob ich nun Bäume oder Vögel zeichne oder fotografiere. Die Natur steht im Fokus, ich zeige ihre Schönheit, die die meisten Menschen gar nicht mehr wahrnehmen können. Hingegen kann ich nur wirklich das beschützen, was ich kenne, wovon ich weiß. Oder nicht?

Die hier gezeigte Zeichnung trägt den Titel „Kein Ort, Nirgends“. Ich zeichnete mit Buntstiften auf Silberburg Büttenpapier Größe A4.

Autor: Leinwandartistin

Im Umbruch. Mit Pinsel, Zeichenstift und Fotoapparat auf der Suche nach mir selbst und einem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

8 thoughts

  1. Ich finde, dein Bild ist eine gute Mischung, der Vogel als Hoffnungsträger, die zerstörte Umwelt als Mahnung! Ich kann gut nachvollziehen was du meinst. Manchmal frage ich mich auch, ob ich mehr über schlimme Ereignisse schreibe, um noch mal drauf hinzuweisen, wie krass die Lage ist, oder lieber was hoffnungsvolles zeige. Ich glaube insgesamt ist es gut, auf die hoffnungsvollen Seiten hinzuweisen, auf die Schönheit der Natur, da das Negative auf Dauer eher die Motivation sich zu engagieren abwürgen kann. Das bezieht sich jetzt nicht auf dein Bild, sondern allgemein auf das Thema. LG Almuth

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke, liebe Almuth.
      Wahrscheinlich sind beide Seiten wichtig. Zum einen haben immer noch immer nicht alle verstanden, dass Klimawandel und seine Folgen real sind. Andere aber werden gelähmt von dem Wissen, was da alles auf uns zu kommt – oder werden zu fatalisten (ist eh schon alles schlimm, dann lass mich jetzt mein Leben genießen). Eine Balance zu finden ist schwierig.
      Herzliche Grüße
      Ines

      Gefällt 2 Personen

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