Ines Udelnow

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Zeichnungen und Naturfotografie

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  • 6. Oktober 2016

    Tausend Steine sind gefallen

    Nachdem heute morgen die Oberärztinnenvitite (acht oder mehr Leute im Raum) noch einmal der blanke Horror für mich war (allein das warten vor dem Raum gemeinsam mit den anderen Patienten), hatte ich am Nachmittag ein Einzelgespräch bei meiner behandelnden Ärztin. Gute Nachricht 1: Sie versteht meine Aversion gegen den Sozialarbeiter (der gleichzeitig hier auch noch…

  • 6. Oktober 2016

    Reissverschlussgesicht

      Das Gefühl, mein Mund sei wie verklebt und es will einfach kein Wort aus mir kommen, ist ja nicht neu. Im Februar 2016 hatte ich ein paar wenig schmeichelhafte Reissverschlussbilder hingekliert, die ich hier in der Fotomediathek gefunden habe. Wobei das Bild des Reißverschlusses nicht ganz treffend ist – einen Reißverschluss kann man ja…

  • 6. Oktober 2016

    Selbstportrait

    Selbstportraits sind für mich eine Möglichkeit herauszufinden, wer und wie ich bin. Aus diesem Grund habe ich damals, vor zweieinhalb Jahren, überhaupt mit dem Zeichnen angefangen. Sich selbst zu zeichnen oder zu malen ist ohnehin kein leichtes Unterfangen; vor dem Badezimmerspiegel in der Klinik aber eine noch größere Herausforderung. Insofern nehme ich es mir nicht…

  • 6. Oktober 2016

    Ach bitte schenk mir keine Rose

  • 6. Oktober 2016

    Back to the Roots

      Mit neununddreißig Jahren zurück in die Trotzphase! Juhu! Trotz, Widerstand und Wut, so meine innere Reaktion auf manches hier in der Klinik. Besonders auf den Sozialarbeiter reagiere ich empfindlich. In der Psychotherapie nennt man so etwas Übertragung und das ist etwas, das ich aus meiner bisherigen Therapiekarriere noch gar nicht kannte. Also ist es…

  • 5. Oktober 2016

    Gefängnisluxus

    Ungelogen, ein wenig komme ich mir hier auf der Station vor wie im Gefängnis. Unvorstellbar, dass einige Patienten schon seit Monaten hier sind, und zwar per Zwangseinweisung! Diese ungemütlichen Gedanken möchte ich aber aus meinem heutigen Abend drängen und lieber etwas positives feiern: Seit heute Abend habe ich nämlich wieder ein bisschen Luxus – per…

  • 3. Oktober 2016

    Herbstlied

    Herbst, lieber Herbst! Ich hatte solche Angst vor Dir. Nun also bist Du da Und ich bin hier. Seit Wochen war mir bange Jetzt kamst Du endlich an. Mein ängstlich Warten ist vorbei – wie schön. Es dauert nicht mehr allzu lange, dann kann durch buntes Herbstlaub geh’n Wer kann! Wer gehen kann! Herbst, lieber…

  • 3. Oktober 2016

    Klinikleben erste Woche – Warum ich hier sein muss

    Offensichtlich haben meine gestrigen Beiträge Euch etwas verstört. Darum will ich hier doch noch einmal viel mehr Worte machen und erklären, warum ich hier bin und wie das Leben hier so zu sein scheint. Warum Klinik Das geht speziell an Einsiedler, aber natürlich auch alle. Vor allem aber an mich selbst und das schlechte Gewissen,…

  • 2. Oktober 2016

    Lektion 1 – Über Leben in der Psychiatrie

    Lern, Dich abzugrenzen. Zieh Dir nicht jeden Schuh an! Was Du still sein willst, das wollen and’re reden. Hier geht es nur um Dich, um Dein ganz eig’nes Überleben.

  • 2. Oktober 2016

    Irrenschrein im Geisterhaus

    Mitternacht im Irrenhaus: Zähneklappern, Schreiattacken. Jede von uns hat so Macken. Eine lässt’s am Pfleger aus Kreischen, Hämmern, Brüllexzess Sind ihr Lieblingsirrgesetz. Laut kann sie’s! Das Kreischen dröhnt! Zur Wehenzeit hab ich erst zweimal so getönt. Notdienst? Spritze? Wie nur hilft man ihr? Wer kriegt diese arme Frau versöhnt? Weiß es nicht. Bin nicht erpicht…

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